{"id":411,"date":"2021-01-29T17:52:00","date_gmt":"2021-01-29T16:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/?p=411"},"modified":"2021-01-30T20:10:57","modified_gmt":"2021-01-30T19:10:57","slug":"januar-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/index.php\/2021\/01\/29\/januar-2021\/","title":{"rendered":"Januar 2021"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"grt\">Das neue Bienenjahr ist gestartet und der Januar neigt sich bereits dem Ende zu. Derzeit beschr\u00e4nken sich unsere Kontrollen (seit der Winterbehandlung im letzten Jahr) lediglich auf die Suche nach den \u00fcblichen Sturm-, Wetter- oder &#8216;Kleintier&#8217;-Sch\u00e4den von au\u00dfen. Zus\u00e4tzlich haben wir eines unserer Bienenv\u00f6lker zu einer digitalen Messstation&nbsp;(Stockwaage, Temperatur) umgebaut, um den Fr\u00fchjahrsverlauf der Bienenv\u00f6lker am Stand etwas genauer im Blick behalten zu k\u00f6nnen und nicht auf die weniger genauen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Wetterdaten vertrauen zu m\u00fcssen (Wetterstationen sind z.T. weit von unserem Stand entfernt, in unterschiedlichen H\u00f6hen \u00fcber dem Boden angebracht, etc.). Bei dem &#8216;Messvolk&#8217; handelt es sich dabei um ein st\u00e4rkeres Wirtschaftsvolk aus dem Vorjahr. Das Volk ist Ende Oktober mit 26,8 kg Gewicht in den Winter gegangen und h\u00e4lt sich derzeit bei rund 21,0 kg (Beutengewicht gesamt).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"grt\">Im Fr\u00fchjahr versuchen wir die V\u00f6lker nach M\u00f6glichkeit nicht zu st\u00f6ren (zum Beispiel indem wir die Kisten \u00f6ffnen). Denn auch wenn der kurzfristige Temperaturabfall durch das \u00d6ffnen der Beuten den Bienen nicht sonderlich viel ausmachen sollte, ist die Gefahr doch gegeben, dass man die durch die Bienen sorgf\u00e4ltig f\u00fcr den Winter vorbereiteten und mit Propolis abgedichteten Beuten nicht mehr so dicht bekommt und so f\u00fcr nachhaltige Zugluft und damit verbunden h\u00f6here Anstrengungen f\u00fcr die Bienen sorgt (das Risiko ist bei Holzbeuten h\u00f6her, da sich diese verziehen k\u00f6nnen und jegliche St\u00f6rung der &#8216;strukturellen Integrit\u00e4t&#8217; zur Rissbildung an verschiedenen Stellen f\u00fchren kann). Dennoch hei\u00dft das noch lange nicht, dass man die V\u00f6lker in dieser Zeit nicht genauer begutachten kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"grt\">F\u00fcr einen etwas genaueren Blick ins Innere der Beute, ohne diese dabei \u00f6ffnen zu m\u00fcssen, eignet sich vor allem im Winter eine W\u00e4rmebildkamera (siehe Abbildung 2). Die hier verwendete Kamera hat nur eine geringe Aufl\u00f6sung von 32&#215;24 Pixeln, diese reicht jedoch bereits aus, um den Sitz der Wintertraube ungef\u00e4hr erkennen zu k\u00f6nnen (grobe Umrisse der Beute sind mit schwarzen Strichen eingezeichnet).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/thermo.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-449\" width=\"272\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/thermo.jpg 529w, https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/thermo-248x300.jpg 248w\" sizes=\"auto, (max-width: 272px) 100vw, 272px\" \/><figcaption>Abbildung 1: Frontalaufnahme des &#8216;Messvolkes&#8217; mit einer W\u00e4rmebildkamera<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"grt\">Den W\u00e4rmebildern zur Folge sitzt die Wintertraube derzeit noch mittig im vorderen Bereich der Beute \u00fcber dem Flugloch &#8211; das ist f\u00fcr diese Zeit der erwartete Fall. Ein Anzeichen f\u00fcr knappe Futtervorr\u00e4te w\u00e4re dagegen, wenn die Bienen weiter hinten sitzen oder sehr weit oben sitzen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"grt\">Ein weiteres handliches Werkzeug f\u00fcr die Begutachtung von Bienenv\u00f6lkern im Winter ist ein Endoskop. Dieses kann nicht nur dazu verwendet werden, um die Wintertraube zu inspizieren (siehe Video 1), sondern kann auch bei der Untersuchung der Beute bzw. des Beutenbodens auf Spuren von ungebetenen G\u00e4sten wie Nagetieren unterst\u00fctzen. Das Endoskop l\u00e4sst sich dabei relativ einfach \u00fcber das Flugloch der Beute einf\u00fchren und steuern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video aligncenter\"><video height=\"480\" style=\"aspect-ratio: 640 \/ 480;\" width=\"640\" controls src=\"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IPS_2021-01-22.20.12.01.6450.mp4\"><\/video><figcaption>Video 1: Endoskopaufnahme \u00fcber 90\u00b0 Winkel &#8211; Bewegung der Bienen in der Wintertraube<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"grt\" id=\"grt\">Zusammenfassend betrachtet war der Januar &#8211; zumindest den Daten unseres Messstandes zur Folge &#8211; ein recht milder Monat mit nur wenigen Ausrei\u00dfern unter die 0\u00b0C. Und nachdem die Temperatur heute am fr\u00fchen Vormittag sogar \u00fcberraschenderweise f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit \u00fcber die 10\u00b0C Marke gestiegen ist, konnte man an den Bienenst\u00f6cken bereits nach kurzer Zeit rege Flug-Aktivit\u00e4t beobachten (siehe Abbildung 2).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/fluege.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-471\" width=\"640\" height=\"538\"\/><figcaption>Abbildung 2: Erste Ausfl\u00fcge der Bienen des Messvolkes nach einem l\u00e4ngeren Beutenaufenthalt im Winter<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"grt\">Ein Schauspiel, dass man sich als Imker nat\u00fcrlich nicht entgehen lassen sollte!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsbetrachtung f\u00fcr den Monat Januar 2021<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-411","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-monatsbetrachtungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/411","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=411"}],"version-history":[{"count":41,"href":"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/411\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":485,"href":"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/411\/revisions\/485"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=411"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=411"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.honig.kreuzer.io\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=411"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}